Vokalensemble CINQUECENTO
The Peterhouse Mass – Tye und Tallis
Achim Schulz – Tenor
Terry Wey – Countertenor
Tim Scott Whiteley – Bariton
Tore Tom Denys – Tenor
Ulfried Staber – Bass
11. September 2026, 19.30
Stadtkirche Liestal
Der Tenor Achim Schulz ist in der Region musikalisch verwurzelt: Nach Studien an der Scola Cantorum in Basel trug ihn seine internationale Karriere in die weite Welt hinaus. Renommierte Ensembles wie Huelgas engagierten ihn als festes Mitglied, er konzertiert als gefragter Solist und widmete sich über zehn Jahre der Aufbauarbeit für Kurse in Historischer Aufführungspraxis in Alicante. Doch er kehrte immer wieder zurück und bereicherte das Kulturleben im Baselland als Leiter diverser Chöre sowie des Ensemble Acanthis.
Dass er nun mit seinem professionellen Vokalensemble Cinquecento bei uns zu Gast ist und gleich auch dessen neue CD (bereits die 17. für Hyperion) vorstellt, freut uns ganz besonders, denn das Ensemble ist seit Jahren in der Liga der Top-Ensembles für Renaissancemusik anzutreffen. Es konzertiert weltweit an den wichtigsten Festivals.
Christopher Tye ist weniger bekannt als sein Tudor-Zeitgenosse Thomas Tallis, und sein dokumentiertes Leben war chaotischer, aber das Niveau seiner Messen und die Polyphonie ist unübertroffen, was Farbigkeit, volltönende Textur und verwobene Melodielinien angeht. Die Musik mag englisch sein, aber die fünf Mitglieder von Cinquecento (wörtlich 16. Jahrhundert auf Italienisch) sind paneuropäisch und bringen jeweils ihre lebenslange Erfahrung mit Alter Musik in vergessene Meisterwerke ein.
CINQUECENTO
…at the very forefront of modern-day specialists in the performance of Renaissance vocal music. (International Record Review)
Bestehend aus fünf professionellen Sängern aus fünf verschiedenen europäischen Ländern, entnimmt Cinquecento seinen Namen dem italienischen Ausdruck für das 16. Jahrhundert. Die paneuropäische Struktur des Ensembles (die Mitglieder stammen aus Österreich, Belgien, Deutschland, England und der Schweiz) schlägt einen gedanklichen Bogen zu Chören der kaiserlichen Kapellen im 16. Jahrhundert, deren Mitglieder nach ihrem sängerischen Können aus den besten musikalischen Institutionen Europas ausgewählt wurden.
Im Oktober 2004 in Wien gegründet, etabliert sich Cinquecento rasch als eines der führenden Vokalformationen Europas. Ziel des Ensembles ist es, die weniger bekannte Vokalmusik von den kaiserlichen Höfen Österreichs im 16. Jahrhundert einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, diesem aber auch durch die Aufführung ausgewählter Werke der Renaissance-Polyphonie Einsicht in die kaleidoskopische Vielfalt der kompositorischen Stile im Europa dieser Zeit zu verschaffen. Jüngstes Interesse von lebenden Komponisten führte auch zur Eingliederung einiger zeitgenössischer Werke ins Repertoire.
Neben zahlreichen Auftritten in Österreich (Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck), tritt das Ensemble auch immer öfter international in Erscheinung. Tourneen führten Cinquecento bisher in die Schweiz, die Niederlande, nach Belgien, Polen, Großbritannien, Frankreich, Portugal, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien, Deutschland, Tschechien, Südkorea sowie in die USA und nach Kanada.
Im Sommer 2021 debütierte Cinquecento mit einem Josquin-Programm bei den Salzburger Festspielen. Neben der großen Anerkennung, die ihre Einspielungen laufend bei renommiertesten Vertretern der internationalen Fachkritik hervorrufen (wie beispielsweise 2021 der „Diapason d’Or de l’année“ für die Einspielung von Heinrich Isaacs „Missa Wohlauff gut Gsell von Hinnen“), wurde dem Ensemble 2009 vom Musikfest Bremen der „Deutschlandfunk-Förderpreis“ für hervorragende Nachwuchskünstler verliehen. Seit 2005 betreut Cinquecento als „Ensemble in Residence“ die Kirchenmusik der Pfarre St. Rochus und Sebastian in Wien, wo jede Woche eine polyphone Messe zur Aufführung gebracht wird.
Seit 2006 hat Cinquecento beim britischen Label hyperion gefeierte Aufnahmen veröffentlicht, welche sich auf Hofkomponisten der Habsburger im 16. Jahrhundert konzentrieren – zuletzt Jacob Regnarts „Missa Christ ist erstanden“ (Oktober 2021).
